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Hochzeitspannen? Ja nee is klar, wir haben auch geglaubt, es ist alles so lang und gut vorgeplant, da kann garnichts passieren... und das Chaos nahm seinen Lauf. Aber lest selbst...

Eigentlich fing es ja schon damals an, als wir unsere Ringe aussuchten, seiner Zeit noch nicht ahnend, dass es mal unsere Eheringe werden. Wir kannten uns über ein halbes Jahr und wollten Partnerringe haben.
Gold wollten wir nicht, weil zu teuer was uns gefiel;  sollten ja erstmal "nur" Partnerringe sein; Silberringe sahen uns teilweise zu kitschig aus, also fiel die Wahl Edelstahl. Wir quer durch die Stadt gestiefelt. Die Kölner City ist nicht grad klein und hat auch nicht wenig Juweliere. Aber Edelstahl? Und dann noch so, dass es uns gefiel? Fehlanzeige.
Bei einem Juwelier wurden wir dann fündig. Bezahlbar, zeitlos, uns beiden gefallend, aber leider in der Größe meines Mannes nicht da. Kein Problem, wird bestellt, hieß es. Wir ermittelten also die Ringgröße meines bis dahin unbeschmuckten Mannes, bezahlten glücklich und freuten uns auf die Ringe.
Wochen später kam endlich der Anruf. ABER: Tut uns leid, die Größe Ihres Freundes stellt die Firma nicht her, er hat eine ungrade, die machen nur grade. Wir haben dann mal größer und kleiner bestellt. War natürlich Unfug, denn watt nicht passt, passt halt nicht. Tief enttäuscht haben wir dann unser Geld zurück erhalten, weiter gesucht.
Endlich dann fanden wir sehr schicke Edelstahlringe, meiner allerdings dann nicht wie vorgesehen mit Zirkonia, sondern mit Brilli
Sie gefielen uns beiden auf Anhieb und so gut, dass wir sie heute als Eheringe tragen.


Meine Kleidung. Noch so ein Stunt.
Also, ich bin stark übergewichtig, daher wollte ich kein klassisches, weißes Kleid. Da wir auch nur standesamtlich heirateten, war das eh kein Problem. Ich entschied mich für ein schickes Winterkostüm, welches ich nähen lies bei einer sehr netten Dame, die in Mülheim ein Geschäft für Übergrößen hat und auch auf Wunsch fertigt/fertigen lässt, zu annehmbaren Preisen. Ich hatte einen dunkelbraunen Stoff für die Hose ausgesucht, aus diesem sollten auch die Ärmelaufschläge, der Kragen und die Knöpfe der Bluse sein. Für den Blusenstoff hatte sie einen wunderschönen dunkel-schokobraunen Satin vorgeschlagen. Ganz in Braun war mir aber zu dunkel, viel spannender fand ich die linke Seite des Satins, die in einem tollen Bordeauxton schimmerte und tolle Effekte hatte. Ich bestand auf linksseitiges Nähen des Stoffes, welches mir auch zugesagt wurde.
Da ich es vor meinem Umzug nach Ba-Wü nicht mehr schaffte, das Kostüm abzuholen, versprach sie mir, es zu schicken, es sei soooo schön geworden, alle wären so begeistert gewesen... ratet mal, wie es genäht war, als ich den Karton aufmachte...richtig, die braune Seite war oben. Ich hätte ausgesehen wie eine Riesenschokoladentafel. Ich hab gedacht, ich brenne und war kurz vorm Heulen. Hab sie angerufen. Sie war total geknickt, als ihr dann einfiel, dass ich Recht hatte. Sie versprach, mir einen anderen Stoff zu besorgen, denn selbstredend hatte sie nur Stoff für dieses eine Oberteil gehabt und natürlich war die Herstellerfirma mittlerweile pleite
Gesagt, getan. Sie schickte mir einen Ersatzstoff, der für einen Ersatz sehr schön war. Ok, es war nicht, was ich haben wollte, aber wenn man sich auf was eingeschossen hat... naja, Ihr kennt das. Als ich mich entschied, erzählte sie mir freudestrahlend, wie sie die Näherin koordinieren würde etc. und samstags hätte ich dann meinen Anzug. Ich meinte nur: Samstag? Da steh ich auf dem Standesamt 
Sie konnte das Ganze aber noch umorganisieren und montags vor der Hochzeit hatte ich meinen Anzug.


Termin? Ja, auch da kann ich was bieten, was aber ein kleineres Problem war.
Wir hatten uns ursprünglich für den 3.12. entschieden, den Tag, wo wir uns persönlich kennengelernt haben und zusammen gekommen sind. Entgegen dem Geknütter der Verwandtschaft (wie, unter der Woche, das ist aber doof...) haben wir auf dem Standesamt den Termin gemacht und sind dann abends freudestrahlend in das Lokal, wo wir feiern wollten.
Der Wirt ist ein guter Bekannter von mir, für den ich auch nebenbei arbeite. Als er hörte, dass wir das unter der Woche machen wollten, musste er mir leider mitteilen, dass unter der Woche garnicht geht, weil er da das Hotel mit Geschäftsgästen voll hat (endlich wieder, Gastronomie ist halt ein hartes Brot; daher sehr verständlich) und wenn wir auf Freitag oder Samstag legen würden, wir auch für die Zimmer Sonderpreise bekämen.
Da es dann allemal günstiger war, den Samstagszuschlag auf dem Amt zu bezahlen, als die Location zu ändern, haben wir das dann gemacht, weil wir auch unbedingt dort feiern wollten. Wir haben dann auf den 1.12. gelegt. Auch ein schöner Termin. Ist ja auch nur 2 Tage vorher. Und so gut zu merken 


Hm ja, die nächste "Freude" war, dass wir wirklich versucht haben, es allen so einfach wie möglich zu machen.
Wir heirateten in Köln am 1. Adventswochenende, mit der Hälfte der Gäste nicht aus dem Kölner Raum stammend... wir schlugen vor, dass sich alle bei meinen Eltern treffen und dann im Korso zum Standesamt... (Parkscheine hatten wir natürlich auch schon besorgt) aber nein, jeder hatte eine Extrawurst, so dass ich irgendwann kapitulierte und gesagt hab, mir ist jetzt egal, wer kommt bzw. ob alle pünktlich sind. Wer es findet und da ist, schön, wer nicht, hat Pech gehabt.
Stressig war es auch durch schwere Krankheitsfälle in der Familie, so dass die Gästeliste bis zum letzten Tag nicht 100% stand. War ok, zerrte aber auch an den Nerven.
Wir waren letztendlich so angenervt, weil ständig irgendwas anderes war, dass ich, die Quasselstrippe und Telefonmeisterin schlechthin, mich weigerte, in der Woche vor unserer Hochzeit ans Telefon zu gehen 


Denn die Highlights waren ja noch nicht zu Ende. Nein. Es gibt ja noch den Brautstrauß... Wir hatten den Brautstrauß über einen Kumpel meiner Eltern bestellt, ich hatte ganz ganz genaue Wünsche aufgeschrieben, wie ich das Ding haben wollte (gerne winterlich mit Holz, fließend, gern auch andere Blumen als nur Rosen...) und was ich auf keinen Fall wollte (kein Schleierkraut, usw., schaut Euch einfach die Bilder an, dann wisst Ihr, wie ich es nicht haben wollte...). Besagter Kumpel hatte vergessen, seine Chefin zu fragen und fragte dann zu spät. Acht Tage vor Termin teilte er meiner Mutter mit, dass er leider den Strauß nicht liefern könne, weil seine Chefin keine Zeit dafür hätte  Da war ich dann richtig sauer.
Mein Bruder versuchte das Ganze noch zu retten und schlug die Floristin vor, die für seine Schwägerin den wirklich sehr hübschen Strauß gemacht hat. Scheinbar hatte sie einen schlechten Tag, als sie meinen machte.
Das Ding hatte nichts, aber auch garnichts, wie ich es haben wollte, einzig es erfüllte seinen Zweck. Mehr aber auch nicht. Und ganz ehrlich, welche Floristin bindet bitte bei bordeaux- und cremefarbenen Rosen WEIßE Satinbänder ein? Wie gesagt, schaut Euch den Strauß auf den Bildern an. Keine gute Reklame für den Laden. Wie hieß der nochmal? Ich glaub, ich muss nochmal meine Schwägerin fragen...
Traurig nur das viele Geld, was meine Mama für den Strauß mit Sicherheit hingelegt hat. Ich hab mich da nicht mehr sonderlich drüber aufgeregt, weil schon so viel schief gegangen war, dass ich bei dem Strauß mit allem gerechnet hatte (anders als meine Schwägerin, die wohl auf der Fahrt zur Trauung im Auto saß und die ganze Zeit meinte "Andrea wird ausflippen, wenn sie den Strauß sieht").


Ja und letztlich die Hochzeitsfrisur. Ich habe langes blondes Haar. Ich wollte immer schon, wenn ich heirate, eine schöne Hochsteckfrisur mit Perlen drin und so. Alles kein Problem. Mit meiner Friseurin in Köln besprochen, Termine gemacht für das Haare machen und Probestecken und fürs Finale.
2 Tage vorher meint mein Göga "ach, ruf doch mal an, ob ich noch mit zum Haare schneiden kommen kann, wenn Du den Probetermin hast". Ich rufe an...und meine Friseurin ist krank!  da bin ich fast umgefallen. Ich hab die Mädels so verrückt gemacht, dass sie Tamara angerufen haben, weil sie auch nicht wußten, was mit ihr ist geschweige denn, ob sie zeitig wieder im Geschäft ist, denn keiner dort kann Hochzeitsfrisuren stecken außer ihr... das waren bange Stunden, bis sie Entwarnung gab und mitteilte, sie habe sich an der Hand verletzt, wäre aber freitags und samstags da...*puh*


So, ich glaube, das war es fast.


Ach nee, die Einladungen habe ich vergessen. Genau. Wir haben über eine Freundin, die damals bei einem Papiergroßhandel arbeitete, sehr schönes, gemustertes und strukturiertes Papier besorgt.
Ich habe gedichtet, was das Zeug hielt, wir haben uns auf Druckfarben und Schriftart geeinigt, so weit, so gut.
Eine Freundin meinte, ihr Partner könne doch für uns das Drucken übernehmen, er hat ein Schreibbüro und kann das schnell für uns machen.
Er ist eine liebe, hilfsbereite Seele, wirklich. Aber manchmal kommt der Mann einfach nicht aus dem Quark.
So kam es, dass ich die Dinger auf den letzten Drücker bekam. Es gab 2 Versionen. Aus der ersten (für die Leute, die auch zur Hochzeit kamen und nachher mitfeierten)hatte er nur einen Absatz rausnehmen sollen und daraus die 2. machen (für die Gäste, die die Info kriegen, aber "nur" zur Fete eingeladen sind). Leider nahm er zuviel raus und änderte dort einfach einen Absatz, ohne dies abzusprechen. Und leider baute er einen Tippfehler rein. Unnötig zu erwähnen, dass wir mittlerweile keine Zeit mehr hatten, neue zu drucken und ich eh das Papier nicht mehr bekommen hätte, weil meine Freundin mittlerweile nicht mehr in der Firma arbeitete und das nicht so einfach zu kriegen ist und Strukturpapier als Farbdruck eher besch...eiden aussieht... Wir haben sie dann mit dem Fehler verschickt und es ist zum Glück kaum jemandem aufgefallen (ich verrate auch jetzt nicht, welcher Fehler es war).

Das einzige, was total problemlos klappte, war der Einkauf von den Sachen meines Mannes. Ab nach Karlsruhe, 1 Std C&A und fertig war der Bräutigam. Und soooooooooo schick 


Donnerstags vor der Hochzeit saßen wir auf dem Sofa und freuten uns schon auf Sonntag, wenn wir wieder zu Hause sind...


Aber was soll ich sagen? Am Hochzeitstag war uns sogar die Sonne hold, sie schien, bis wir im Hotel verschwanden. Alle kamen an, auch wenn nicht alle Gäste da waren konnte sogar die Oma meines Mannes teilnehmen (einer der Kippkandidaten) und es war ein wunderschöner Tag, den wir sehr bewußt und ohne weitere Störungen, aber dafür mit ein paar sehr schönen Überraschungen genießen konnten.

Aber ich hätte nie gedacht, dass wirklich so viele Pannen passieren. Und trotzdem kann es nachher total schön werden.



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