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18.05.2006

 

Wer nicht gern Arbeiten im Haus erledigt, wie Abwaschen, Betten beziehen, Staubsaugen oder ähnlich amüsante Dinge, der möge sich Katzen zulegen. Selbst banale Dinge wie Schuhe zubinden oder Geschenke einpacken werden durch die Anwesenheit eines Stubentigers zu einem kleinen Abenteuer. Wer die Herausforderung liebt, schafft sich noch eine zweite Samtpfote an, ihm wird nie wieder langweilig werden.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Beziehen von Betten. Wer Spannbettlaken besitzt, kennt die Phase der Orientierung, die man durchläuft, wenn man sie aus dem Schrank nimmt. Ist das jetzt die lange oder die kurze Seite? Besonders bei Laken für französische Betten denkt man über diese Frage ein wenig länger nach. Während man das Laken also in seinen Händen hin und her wirft und mit kritischem Blick die Seitenlänge abschätzt, befindet sich das andere Ende in maximal einer KL zum Fußboden.

Dem Uneingeweihten sei an dieser Stelle gesagt, dass es sich bei einer KL um eine Art variabler Maßeinheit handelt. Eine KL ist eine Katzenlänge und wie jeder Katzenbesitzer weiß, ist die Katze immer so lang, wie der Tisch hoch ist. Lebensmittel katzensicher abzustellen ist somit fast unmöglich.

Nun, das Laken hängt also in Reichweite dieser kleinen Monster und bietet damit ein bewegliches Ziel. Während Tiger Nummer eins sich auf das Laken stürzt, es auf brutalste Art und Weise verprügelt und sich schliesslich in die Ecke des Lakens legt um es als als Hängematte zu mißbrauchen; krabbelt Tiger Nummer zwei in einem unbeobachteten Moment in den Bezug für das Oberbett und verharrt dort. Mucksmäuschenstill. Pscht...

Man steht jetzt also vor der Aufgabe, den Hängemattentiger aus dem Laken zu fischen ohne sich oder das Laken stärker zu beschädigen. Ist das geschafft, kann man die Matratze beziehen. Sicher habe nicht nur ich festgestellt, dass Matratzen einfacher zu beziehen sind, wenn man das Laken am Fußende anbringt und dann das Oberteil anhebt, um die Matratze ein wenig zu knicken. Wenn man dann loslässt, zieht sich das Laken automatisch straff.

Die Katze, die in die tolle Höhle gekrochen ist, die das Laken über der angewinkelten Matratze gebildet hat, wird je nach Charakter mit einem überraschten "Brrrutt?" bis zu einem wütenden "FAUCH!" reagieren. Letztgenanntes wird zum Leidwesen des Eigentümers oft von verstärktem Einsatz der Krallen begleitet, was in den meisten Fällen ein rasches Ende des Lakens zufolge hat.

Kopfkissen beziehen ist unspektakulär, wogegen die im Bettbezug versteckte Katze durchaus noch für Überraschungen gut sein kann. Wenn man nicht auf die Katze draufgetreten ist, wird man spätestens durch den beherzten Griff zum Bezug eine Interaktion mit dem kleinen Biest provozieren - wer da verliert, steht von vornherein fest. Aber der kluge Katzenbesitzer hat Desinfektionsmittel und zurechtgeschnittene Pflaster sowieso immer griffbereit.

Dem Staub mit einem Staubwedel zu Leibe zu rücken kann sehr unterschiedliche Reaktionen bei den Fellrollen auslösen. Mathilda zum Beispiel war anfangs ein wenig ärgerlich und schlug danach, mittlerweile aber versucht sie mir den Wedel aus der Hand zu reissen und ihn zu fressen. So manchesmal verschwand der Staubwedel aus meiner Hand direkt unters Sofa, ohne dass ich besonders große Chancen gehabt hätte, ihn noch festzuhalten. Gesche aber ist sich noch nicht sicher, was sie von dem Ding halten soll und bleibt vorerst auf Abstand. Wenigstens wischt sie auf dem Regal für mich Staub.

Beim Staubsaugen aber wird der Katzenhalter in den meisten Fällen der klare Gewinner sein. Sobald der Lärmomat hier angeschaltet wird, sind meine Katzen quasi nicht existent. Sie sind schlichtweg nicht vorhanden. Ich habe dann keine Katzen mehr. Der ungläubige Leser ist hiermit herzlich eingeladen, diese Behauptung zu überprüfen - sobald der Staubsauger läuft, ist hier weit und breit keine Katze mehr auffindbar.

Sehr komisch, wenn auch nicht für Mathilda, war eine Begebenheit, die sich vor ca. einem Jahr abspielte. Mein Sofa stand als eine Art Raumtrenner mittem im Wohnzimmer, ich hatte kurz vorher gestaubsaugt und das abgeschaltete Gerät hinter der Rückenlehne stehen lassen. Eine halbe Stunde später trauten sich auch meine Damen wieder raus.

Mathilda bekam ihren täglichen 5-Minuten-Haschmich (wer eine Katze hat, weiss was ich meine), rannte den Kratzbaum rauf, den Kratzbaum runter, rauf auf die Fensterbank, runter von der Fensterbank, in vollem Galopp ums Sofa - und sah den Staubsauger. Schlagartig ging sie in die Eisen - Fullstop - drehte sich noch im selben Moment auf den Hacken um und war weg. Ich habe den ganzen Tag nichts mehr von ihr gesehen. Aber ihr Gesichtsausdruck war irre

Versuche, Katzen zum Abwaschen zu bewegen, verliefen bisher leider nicht wie gewünscht. Aber wir arbeiten daran.

 

Der Text wird hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung und stammend von Stefanie Wigger, gefunden in der d.r.t.k. (Katzennewsgroup), Quelle ist hierbei http://www.phoneblogger.de.

 



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Alle von mir eingestellten Bilder wurden, sofern nicht von mir selbst gemacht, von den Fotografen autorisiert. Kopie oder Weiterverwendung ist nur auf Anfrage erlaubt, sofern die Rechte bei mir liegen. In anderen Fällen kann ich maximal ein gutes Wort einlegen ;-) Desgleichen gilt natürlich für Texte, welche aus meiner Feder stammen...